OFA

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Amerikanische HD-Auswertung nach OFA

Quelle:
Dissertation von Matthias GUTMANN. Validierung der Auswertungsmethoden für Hüftgelenksdysplasie beim Hund aus genetischer Sicht
Institut für Tierzucht und Haustiergenetik der Justus-Liebig-Universität Gießen
Gießen 2003

Die Orthopedic Foundation for Animals Inc. (OFA) begann 1966 mit ihrem HD Kontrollprogramm (CORLEY, 1992). Die Hunde müssen beim Röntgen 24 Monate oder älter sein. Jedes Röntgenbild wird unabhängig von drei Radiologen beurteilt, die zufällig aus einer Gruppe von 35 zugelassenen Radiologen bestimmt werden (CORLEY, 1992; REED et al., 2000). Bei 1,5 Millionen beurteilten Hunden wurde eine Übereinstimmung der Auswerter von 94,9% erreicht, wenn in HD-Frei, HD-Übergang und HD-Befall unterschieden wurde. Die Übereinstimmung für alle 7 OFA-HD-Grade betrug 73,5% (FARESE et al., 1998). Der Hüftstatus von Hunden unter 24 Monaten wird nur von einem Radiologen bestimmt und beim Zuchtverband nicht registriert. Nach OFA wurden zwischen Januar 1974 und Juli 1991 321183 Hunde ausgewertet, die älter als 24 Monate waren (CORLEY, 1992). Von 87 Rassen wurden mehr als 100 Tiere beurteilt.

Die OFA teilt die HD in 7 Grade ein (HENRY, 1992; BURNS et al., 1987), die folgendermaßen charakterisiert sind:


    • Excellent hip joint confirmation: Beste Hüftgelenksausbildung im Vergleich mit anderen Hunden derselben Rasse und desselben Alters. Das Azetabulum ist als gut geformtes „C“ ausgebildet und der Femurkopf mehr als 75% vom Azetabulum bedeckt.
    • Good hip joint confirmation: Gute Hüftgelenksausbildung im Vergleich mit anderen Hunden derselben Rasse und desselben Alters. Das Azetabulum ist als gut geformtes „C“ ausgebildet und der Femurkopf zwischen 60% und 75% vom Azetabulum bedeckt.

  • Fair hip joint confirmation: Geringe Abweichungen der Hüftgelenksausbildung im Vergleich mit anderen Hunden derselben Rasse und desselben Alters. Es gibt Hinweise für „Mild arthritis“ mit leichten Unregelmäßigkeiten, aber eine Subluxation ist nicht sichtbar. Am kraniodorsalen Azetabulumrand sind vielleicht Knochenzubildungen (Exostosen) zu sehen, eine Lockerheit des Gelenkes ist nicht deutlich zu erkennen.

  • Borderline hip joint conformation/indeterminate: Grenzfall der Hüftgelenksausbildung von unentschiedenem Status im Bezug auf HD zu dieser Zeit. Eine Wiederholung der Untersuchung in 6 bis 8 Monaten wird empfohlen. Ist angezeigt, wenn der Gelenksstatus eine Beurteilung verhindert oder die Filmqualität durch Lagerung, Entwicklung und Belichtung eine genaue Interpretation stört.

  • Mild canine hip dysplasia (CHD): Radiologischer Beweis von geringen dysplastischen Veränderungen des Hüftgelenks. Ist angezeigt bei leichter Subluxation oder flachem Azetabulum, wobei zwischen 40 und 50% des Femurkopfes bedeckt sind. Zusätzlich treten minimale sekundäre Veränderungen auf.

  • Moderate CHD: Gut erkennbare radiologische Beweise von dysplastischen Veränderungen des Hüftgelenks. Ist angezeigt bei deutlicher Subluxation, wobei 25 bis 40% des Femurkopfes bedeckt sind, oder bei Subluxation mit deutlich sichtbaren sekundären Veränderungen.

  • Severe CHD: Radiologischer Beweis von auffälligen dysplastischen Veränderungen des Hüftgelenkes. Ist angezeigt bei schwerer Subluxation, wobei weniger als 25% des Femurkopfes bedeckt sind oder bei mäßiger Subluxation mit ausgeprägten sekundären Veränderungen.

Die Ergebnisse der Befundungen werden in eine öffentliche Datenbank eingetragen und können übers Internet abgerufen werden. Als Beispiel: Appanachi Austrian Wolf

 

OFA
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